Repression is mal so gar nicht Freiraum

Aktionswoche zu Repression und Freiräumen

Wir wollen doch alle nur dasselbe, oder? Genau! Wir wollen mehr Repression! Mehr Beobachtung von politisch aktiven Menschen durch den Staatsschutz, mehr Polizist_innen für Rostock, mehr Videoüberwachung an öffentlichen Plätzen! Wichtig auch: mehr Demoauflagen, z.B. Transpigrößen beschränkt auf 20 × 40 cm oder Vermummungsverbot am Oberkörper, Pflicht zur Abgabe des Personalausweises aller Teilnehmer_innen zu Beginn, werden dann am Ende wieder zurückgegeben, am liebsten in der Gesa.
Und auch die Öffnungszeiten der Szeneorte sind ein Problem: Bereits nachmittags werden die Nachbar_innen vom lauten Türenklappen des Cafés gestört, das Röcheln des Milchschäumers im Freigarten ertönt zuweilen schon vormittags, naja und zu weiteren Objekten, dazu brauchen wir wohl nix mehr zu sagen! Wir fordern: Öffnungszeiten sollten beschränkt werden auf ca. 5 Stunden wöchentlich, welche Wochentage ausgewählt werden, dürfen die Betreiber_innen selbständig entscheiden. Milchschäumer werden verboten, alle Eingangstüren brauchen einen Lärmschutz. Feierlichkeiten nach 16 Uhr sind natürlich verboten. Wo kämen wir sonst hin? Die Steuereinnahmen der Stadt Rostock werden immer weniger, wenn die Leute nicht mehr häufig genug in den kommerziellen Läden feiern. Dann kann aber wiederum die Ausstattung der Polizei nicht verbessert werden, die eine unsere zentralen Forderungen darstellt. Also: Meidet die Freiräume, die wir haben: Hört auf, selber zu denken, davon kommt kein Geld in die Kasse. Um unseren Forderungen Nachdruck zu verleihen und mit euch über die leidigen Themen der mangelnden Repression und der störenden Freiräume in unserer Stadt ins Gespräch zu kommen, veranstalten wir eine Aktionswoche vom 18. – 24. Juni in Rostock.